← Magazin

Reiseberichte

Herbstzauber im Altmühltal: Die perfekte Camper-Route fürs Wochenende

06. September 2026

Mit KI erzeugtes Bild

Wenn sich die Blätter der Buchenwälder langsam goldgelb färben und morgens dichter Nebel über der träge dahinfließenden Altmühl liegt, bricht für mich die schönste Zeit im Naturpark Altmühltal an. Während die Sommermassen längst abgereist sind, gehört die Region im September den Genießern. Ein verlängertes Wochenende reicht völlig aus, um die Strecke zwischen der barocken Universitätsstadt Eichstätt und dem geschichtsträchtigen Kelheim ganz entspannt mit dem Camper zu erkunden.

Der Start in Eichstätt: Barock und Flussidylle

Unsere Reise beginnt in Eichstätt. Die Stadt überrascht mit südländischem Flair, monumentalen Barockbauten und einer herrlich entspannten Atmosphäre. Bevor es auf die Straße geht, lohnt sich ein Spaziergang hinauf zur Willibaldsburg oder ein Kaffee auf dem Marktplatz.

Für die erste Nacht steuerst du am besten den Wohnmobilstellplatz Eichstätt an. Er liegt am Rand der Altstadt, du bist in wenigen Minuten zu Fuß am Marktplatz und ebenso schnell auf dem Altmühltal-Radweg. Strom, Entsorgung, WC und Duschen sind vorhanden — für den Auftakt einer Tour, bei der du danach eher einfach stehst, ist das die richtige Reihenfolge.

Wandern auf dem Panoramaweg und Paddeln im Nebel

Am nächsten Morgen geht es weiter Richtung Osten. Die herbstliche Landschaft zeigt sich nun von ihrer besten Seite. Jetzt ist die perfekte Zeit, um die Wanderschuhe zu schnüren. Ein absolutes Highlight ist der Altmühltal-Panoramaweg. Du musst nicht die ganze Mehrtagesstrecke laufen – besonders der Abschnitt rund um die markanten Zwölf Apostel bei Solnhofen eignet sich hervorragend für eine Halbtagestour. Die steilen Jura-Kalkfelsen ragen wie Wächter aus dem herbstlich bunten Wald empor.

Wer hier übernachten will, findet wenige Kilometer flussabwärts bei Mörnsheim den Stellplatz Hammermühle — Strom, Frischwasser und Entsorgung direkt am Fluss, und morgens stehst du im Nebel, bevor die ersten Wanderer unterwegs sind.

Falls du lieber auf dem Wasser unterwegs bist: Pack das Kajak ein oder leihe dir vor Ort ein Kanu. Eine Paddeltour im September hat eine ganz eigene Magie. Wenn du früh am Morgen startest, gleitest du lautlos durch den aufsteigenden Nebel, während die ersten Sonnenstrahlen die Baumkronen berühren. Keine Sorge wegen der Strömung – die Altmühl ist einer der langsamsten Flüsse Deutschlands und auch für Einsteiger absolut sicher zu befahren.

Über Riedenburg nach Kelheim: Burgen und der Donaudurchbruch

Entlang der Route folgst du der kurvigen Straße im Tal, vorbei an trutzigen Burgen wie der Prunn, die spektakulär auf einem senkrechten Felsen thront. Ein Zwischenstopp in Riedenburg lohnt sich, besonders wenn du die Räder dabei hast. Der Radweg verläuft hier völlig flach und ohne Autoverkehr direkt am Kanal entlang.

Für die zweite Nacht bietet sich der Wohnmobilstellplatz Riedenburg an: zentral, mit Strom, Wasser und Entsorgung, und von dort rollst du ohne Steigung auf den Radweg. Wer es ruhiger mag, steht zwei Kilometer weiter am Sportboothafen Haidhof — einfacher, dafür direkt am Wasser.

Das große Finale wartet in Kelheim. Hier mündet die Altmühl schließlich in die Donau. Ein absolutes Muss ist die Fahrt zum Donaudurchbruch und dem berühmten Kloster Weltenburg. Mein Tipp für Camper: Stell das Wohnmobil auf dem Wohnmobilstellplatz am „Pflegerspitz" ab — er liegt an der Landzunge zwischen Altmühl und Donau, wenige Gehminuten von der Schiffsanlegestelle, und hat Strom, Wasser, Entsorgung und WC. Von dort nimmst du das Ausflugsschiff durch die enge Schlucht. Die meterhohen, steilen Felswände, die links und rechts aus dem Wasser ragen, sind im Herbstlicht ein unvergesslicher Anblick. Im Klostergarten von Weltenburg kannst du den Tag dann bei einer deftigen Brotzeit und dem weltberühmten, dunklen Klosterbier ausklingen lassen.

Praktische Camper-Tipps für den Herbst

Damit deine herbstliche Altmühltaltour entspannt bleibt, solltest du ein paar Dinge beachten:

  • Am Radweg stehen: Viele Stellplätze im Tal liegen direkt am Altmühltal-Radweg — in Beilngries etwa der Platz vor dem Campingplatz, in Riedenburg der Stellplatz mitten im Ort. Wer die Räder dabei hat, spart sich damit jede Anfahrt.
  • Heizung checken: Die Nächte im September können im engen Flusstal bereits empfindlich kühl werden. Sorge vor der Abfahrt für ausreichend Gas oder eine gut geladene Bordbatterie für die Standheizung.
  • Versorgung einteilen: Nicht jeder Platz im Tal hat Strom und Entsorgung. Eichstätt, Riedenburg und der Pflegerspitz in Kelheim haben beides — dazwischen darf es ruhig einfacher zugehen, wenn du entsprechend planst.
  • Spontaneität: Da die Hauptsaison vorbei ist, musst du die Stellplätze meist nicht mehr wochenlang im Voraus reservieren. Du kannst dich treiben lassen und dort bleiben, wo es dir am besten gefällt.

🎒 Passende Ausrüstung

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Für dich ändert sich am Preis nichts.