← Magazin

News

Crashtest bestätigt: Warum echte Tasten im Cockpit sicherer sind

23. Oktober 2026 · von der Vanlotse-Redaktion

Mit KI erzeugtes Bild

Wer mit dem Campervan oder Wohnmobil unterwegs ist, kennt die Situation: Das Wetter schlägt plötzlich um, heftiger Regen setzt ein oder der Verkehr auf der Autobahn gerät ins Stocken. In solchen Momenten müssen Scheibenwischer, Blinker oder die Warnblinkanlage sofort und ohne Verzögerung bedient werden können. Eine aktuelle Auswertung der jüngsten Euro NCAP-Crashtests zeigt nun, dass physische Tasten und Schalter im Cockpit einen entscheidenden Beitrag zur Fahrsicherheit leisten. Laut dem Mobilitätsclub ÖAMTC führt die Verlagerung von Grundfunktionen auf Touchscreens zu unnötiger Ablenkung am Steuer.

Seit 2026 fließen die Erreichbarkeit und die Bedienlogik sicherheitsrelevanter Funktionen direkt in die Bewertungen der Euro NCAP-Crashtests ein. Fahrzeuge, deren wichtigste Bedienelemente intuitiv nutzbar sind, erhalten in diesem Bereich deutlich bessere Noten.

Testergebnisse zeigen deutliche Unterschiede

In der aktuellen Testrunde schnitten Modelle wie der Audi Q7 und der Kia EV2 bei der Bedienfreundlichkeit besonders gut ab. Beide Fahrzeuge erreichst laut ÖAMTC Top-Bewertungen bei den wesentlichen Fahrfunktionen, da sie auf gut sichtbare, ergonomisch platzierte Tasten und klassische Lenkstockhebel setzen. Beide Modelle erhielten die maximale Gesamtwertung von fünf Sternen.

Kritischer fiel das Ergebnis hingegen für den XPENG X9 aus. Da bei diesem Modell zahlreiche Funktionen über den zentralen Touchscreen gesteuert werden müssen, gab es bei der Bewertung der Bedienelemente Abzüge. Obwohl das Fahrzeug insgesamt ebenfalls eine Fünf-Sterne-Gesamtwertung erreichte, sehen die Tester hier deutliches Verbesserungspotenzial bei der Reduzierung von Ablenkungen.

Was bedeutet das für Camper und Reisende?

Für Campervan-Fahrer und Wohnmobilisten ist diese Entwicklung von großer Bedeutung. Reisemobile sind oft breiter, schwerer und unübersichtlicher als normale Pkw. Wer am Steuer eines schweren Campers unterwegs ist, benötigt die volle Aufmerksamkeit für den Straßenverkehr – besonders bei schlechten Sichtverhältnissen, auf engen Passstraßen oder beim Navigieren durch fremde Innenstädte.

Wenn grundlegende Handgriffe wie das Einschalten des Nebelscheinwerfers oder das Regulieren der Belüftung erst über tief verschachtelte Untermenüs auf einem Display gesucht werden müssen, steigt das Unfallrisiko erheblich. Die Rückkehr zu physischen Knöpfen sorgt dafür, dass Bedienelemente wieder erfühlbar sind, ohne dass Du den Blick von der Straße abwenden musst.

Sicherheit vor digitaler Spielerei

Moderne Infotainmentsysteme bieten auf Reisen zweifellos viele nützliche digitale Funktionen. Wie der ÖAMTC betont, darf die Digitalisierung jedoch nicht auf Kosten der Verkehrssicherheit gehen. Bei der Wahl des nächsten Zugfahrzeugs oder Basisfahrzeugs für den Camping-Ausbau lohnt es sich daher, bei der Probefahrt nicht nur auf Motorleistung und Raumangebot zu achten, sondern auch gezielt die Handhabung der wichtigsten Schalter zu testen. Die Tendenz der Prüforganisationen zeigt klar: Bei den grundlegenden Fahrfunktionen bleibt die klassische Taste die sicherere Wahl.

Quelle: Pressemitteilung von ÖAMTC vom 17. September 2026 — https://www.oeamtc.at/presse/aktueller-crashtest-bestaetigt-trend-zurueck-zu-echten-tasten-89965892

🎒 Passende Ausrüstung

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Für dich ändert sich am Preis nichts.