Reiseberichte
Cornwall mit dem Camper: Die ultimative Küstenroute
25. Oktober 2026 · von der Vanlotse-Redaktion

Die Route: Von Bude bis nach Falmouth
Ein Trip nach Cornwall ist für viele Camper der absolute Traum. Deine Reise beginnt idealerweise an der Nordküste in Bude. Von dort aus folgst du der dramatischen Atlantikküste südwärts über das mythische Tintagel mit seiner berühmten Burgruine bis in das Künstlerstädtchen St. Ives. Über den westlichsten Punkt Englands, Land's End, geht es weiter zur spektakulären Halbinsel The Lizard und schließlich in die geschützte Hafenstadt Falmouth.
Wer noch Zeit mitbringt, plant auf dem Rückweg einen Abstecher in die magische, moorige Landschaft des Dartmoor ein. Ein besonderes Highlight für Insel-Fans: Von Penzance aus kannst du ohne Wohnmobil als Tagesausflug auf die wunderschönen Scilly-Inseln übersetzen.
Fahren in Cornwall: Einspurige Straßen und Linksverkehr
Das Fahren im Südwesten verlangt Konzentration. Neben dem Linksverkehr sind es vor allem die typischen Hedge-Rows – jahrhundertealte, mannshohe Stein- und Grünhecken –, die die Straßen extrem eng machen. Bedenke das unbedingt bei der Fahrzeugwahl: Mit einem Kastenwagen fährt es sich hier deutlich entspannter als mit einem großen Integrierten.
- Ausweichbuchten nutzen: Die sogenannten Passing Places sind überlebenswichtig. Wer die Bucht auf seiner Seite hat, hält an. Manchmal musst du auch ein Stück zurücksetzen.
- Vorsicht beim Navi: Vertraue nicht blind jeder Route. LKW- und Bus-Beschilderungen geben oft bessere Hinweise als die kürzeste Strecke im Navigationssystem.
- Spiegel schützen: Die Hecken verstecken oft dicke Natursteinmauern. Fahre vorausschauend und halte Abstand zum linken Straßenrand.
Anreise und Einreise nach dem Brexit
Für die Überfahrt nach Großbritannien nutzt du am besten die Fähre von Calais nach Dover oder den Eurotunnel. Beachte bei der Einreise die aktuellen Bestimmungen nach dem Brexit: Du benötigst zwingend einen gültigen Reisepass. Seit 2025 müssen EU-Bürger zudem vorab eine elektronische Einreiseerlaubnis (ETA) online beantragen. Plant hierfür etwas Vorlaufzeit ein.
In England selbst gibt es nur wenige gebührenpflichtige Straßen oder Brücken (wie die Dartford Crossing), die meist digital im Voraus oder kurz danach online bezahlt werden müssen. Gasflaschen aus Deutschland kannst du vor Ort nicht einfach tauschen; nimm ausreichend Gas mit oder nutze passende Europa-Adapter. Auf Campingplätzen ist der Stromanschluss (Hook-up) Standard, du benötigst lediglich den blauen CEE-Stecker.
Übernachten: Wo du am besten stehst
Freistehen und Wildcampen ist in England generell verboten und wird streng kontrolliert. Nutze stattdessen das hervorragende Netz an offiziellen Camping- und Stellplätzen. Um die Region optimal zu erkunden, lohnt es sich, feste Basislager für ein paar Tage aufzuschlagen.
Rund um den Startpunkt Bude findest du hervorragende Übernachtungsmöglichkeiten: Der Bude Holiday Park (Bude) eignet sich ideal als Ausgangspunkt, um die Strände der Nordküste zu erkunden. Wer es noch etwas weitläufiger mag, findet im Wooda Farm Park (Bude) einen fantastischen Platz mit tollem Meerblick. Wenn du auf deiner Weiterreise nach Süden eine ruhige, naturnahe Bleibe suchst, ist die South Penquite Farm mitten in der Idylle von Bodmin Moor eine perfekte Wahl.
Beste Reisezeit für deinen Trip
Die beste Reisezeit für Cornwall liegt zwischen Mai und September. Der Frühling begeistert mit blühenden Küstenpfaden, während der Juli und August die wärmsten Monate sind – dann ist allerdings auch englische Ferienzeit und die Straßen sind voll. Der Mai, Juni und frühe September bieten das beste Verhältnis aus angenehmem Wetter, viel Tageslicht und etwas ruhigeren Straßen. Über die Vanlotse-Platzsuche findest du jederzeit die passenden Stops für deine individuelle Wunschroute.
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